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Gemeinde Roitzsch

Willkommen in Roitzsch

Der Ort Roitzsch mit seinen 381 Einwohnern (Stand 01.09.2017) liegt zwischen Feldern und Wiesen und wird vom Torgischen Weg durchquert.

Roitzsch ist slawischen Ursprungs und wurde 1223 erstmals erwähnt. 1508 entstand hier ein Rittergut.
Das Jagdhaus, außerhalb gelegen im Zadlitzbruch, einem fast ursprünglichen Hochmoorbruch, wurde während der Regierungszeit des Kurfürsten August von Sachsen angelegt (Regierungszeit 1553- 1586). Der Zadlitzbruch ist ein Naturschutzgebiet, wo noch seltene Pflanzen wie Wollgras und der fleischfressende Sonnentau gedeihen sowie seltene Tierarten wie Kraniche zu finden sind.

Schon von Weitem sieht der Wanderer den 1957 erbauten Funkturm, der sich auf dem höchsten Punkt der Umgebung über die Landschaft erhebt. Er wird von der Telekom als Verstärker und von der Forstverwaltung als Feuerwachturm genutzt.

Das Heidedorf mit seiner im Zentrum gelegenen Dorfkirche, die aus dem 16 Jh. stammt, hat seinen ländlichen Charakter bewahrt.

Die Gaststätten "Zur Quelle" und „Backwarenshop“ mit Kugeleisverkauf laden zum Verweilen ein. An dem Trimm- Dich- Pfad am Schafteich kann man sich sportlich betätigen.
Am Ortsausgang Richtung Süptiz ist eines der hier zahlreichen Hühnengräber "Die Ruhe" zu sehen. Es lohnt sich die reizvolle Umgebung von Roitzsch kennenzulernen und zu erkunden.

Chronik

 

1223 Roitzsch ist slawischen Ursprungs, Rodewitz, und heißt der “Ort des Rodes”
1349/50 wird die Größe von Roitzsch auf 1 1/4 Hufe beschrieben. Also vermutlich ein Bauernhof.
1508 kaufte Bernhard von Heynitz, der ältere der 4 Brüder von Heynitz auf Trossin, 3 Bauerngüter in Roitzsch auf und gründete den Sadelshof
1529 gehört Roitzsch als Fillial zu Trossin mit 11 Hufner. Bereits schon im 15. Jahrhundert besitzt Roitzsch eine kleine Kirche, die über das Pfarramt Trossin geleitet wird
1637 wurde Roitzsch, der Sadelshof und die Güter, durch die Schweden arg zerstört. Der Gutsbesitzer schreibt: “Es sind noch 14 Untertanen vorhanden”.
1671 wird vermerkt: “Es existieren in Roitzsch der Junker von 4 aufgekauften Bauerngütern, 4 Bauern und 8 Gärtner”.
1680 der damalige Rittergutsbesitzer, von Mücheln, stellt einen Katecheten an, der für ein geringes Schulgelder Kinder von Roitzsch unterrichtete.
1700 das Dorf blühte wieder auf.
1827 der Turm der Kirche wird gebaut.
1846 die Ziegelei am Ziegelteich wurde von Jäger Adolph Peschlow gebaut.
1880 das Schulhaus wird neu gebaut (heutiger Konsum „Markant & Frisch“).
1900 Roitzsch hat 581 Einwohner, 550 aus dem Dorf und 31 vom Gut.
1921 das Kriegerdenkmal wird eingeweiht
1945 das Gut wird enteignet, die Bodenreform durchgeführt. Umsiedler kommen ins Dorf.
1948 Roitzsch hat 840 Einwohner.
1949 5 Neusiedlerhäuser entstanden an der Torgauer Straße, weitere kommen hinzu.
1957 der Fernseh- Dezimeterturm mit 21 Etagen und 80 m gebaut.
1959> die LPG Typ III “Fortschritt” Roitzsch wird gegründet.
1960 der Neubaublock mit 8 Wohneinheiten an der Torgauer Straße entsteht.
1968 die 500er Milchviehanlage wird in Betrieb genommen.
1974 Roitzsch wird der Gemeinde Trossin angegliedert.
1991 Roitzsch hat 540 Einwohner.

 

 
Fernsehturm   Kirche Roitzsch
     
Roitzscher Tor, Archivaufnahme