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Gemeinde Trossin

Willkommen in Trossin

Eingebettet zwischen Wald, Wiesen und Feldern liegt der Ort Trossin, mit 387 Einwohnern.

Trossin ist slawischen Ursprungs und wurde 1237 erstmalig erwähnt. Das Dorf ist geprägt durch das 1349 erbaute Rittergut. Die Gutsanlage mit Schloss, Schlossteich und Parkanlage ist fast noch in ihrem ursprünglichen Zustand erhalten.

Im Gutshof befindet sich ein Erlebnishof. Auf Voranfrage kann hier eine Imkereiausstellung besichtigt sowie ein Vortrag über das alte Handwerk, die Imkerei, angehört werden. Auch eine Honigverkostung steht auf dem Programm.

Der Schlossteich mit angrenzendem Park bildet eine grüne Insel inmitten des Dorfes. Die 1776 vom damaligen Rittergutsbesitzer Frege neu gebaute und 1992 restaurierte Kirche ist eine Besichtigung wert.

Die bleiverglasten Fenster und eine Schleifladenorgel von 1777 sind einmalig. Auch finden wir in der Kirche viele alte Grabsteine und eine Lutherbüste. Auf dem angrenzendem Friedhof fallen die großen quaderförmigen Grabsteine der Familie Küstner ins Auge. Otto Küstner, 1931 hier verstorben, war ein großer Professor der Frauenheilkunde und Geburtshilfe seiner Zeit. Er erfand den Kaiserschnitt.

 
Gutshof mit Erlebnisbienenhof   Feuerwehrgerätehaus
     
 
Blick zur alten Schäferei   Kirche

Chronik
Trossin wird in den ältesten Urkunden “Drozzin” genannt, was Sitz eines slawischen Edlen namens “Drozza” bedeutet. Laut einer Urkunde des Staatsarchivs Magdeburg wird Trossin erstmal im Jahre 1237 erwähnt.

Nach der schwedischen Zerstörung 1637 wurde der Ort als deutsche Anlage neu aufgebaut. Der Neuaufbau ist Ludwig Erasmus Ludwiger zu verdanken, der das Rittergut 1665 gekauft hat.

Die Gemeindeflur hat eine Größe von 1.379 ha und zwar 744 ha Feld, 487 ha Wald, 96 ha Wiese und Weide und 18 ha Wasserfläche. Der Rest entfällt auf Hofflächen, Wege und Ödland. Trossin liegt in einer etwas hügligen und waldigen Gegend am Grenzbach.

1818 hatte die gesamte Dorf- und Kirchengemeinde Trossin mit der entlegenen Pechsiederei 70 Häuser und 425 Bewohner. Im Ort selbst lebten 240 Seelen in 34 Häusern. Außerdem rechnete man zur Gemeinde Trossin noch die Furthmühle, die Grüne Mühle, ein Weinberg- Haus, das Vitriolwerk Neusegental mit 3 Häusern und 12 Seelen und das auf einer Wüstung gelegene Örtchen Meltitz mit 27 Wohnungen und 143 Seelen.

In der Flur Trossin liegen 8 Teiche. Die beiden größten Teiche sind der Dorfteich mit 7 ha und der Furthmühlenteich mit 9,5 ha. Diese wurden von den Slawen angelegt.

Eine wichtige Bedeutung in der Geschichte Trossin`s hat das Rittergut, welches urkundlich erstmals als Lehn-Rittergut 1349/50 im Lehnbuch Friedrich des Strengen erwähnt wurde. Der Leipziger Kaufmann Christian Gottlob Frege, ehemaliger Besitzer des Rittergutes Trossin, hat sich als Wohltäter für Trossin einen Namen gemacht, da er 1776 die alte Kirche aus dem Jahr 1586 in ihrer jetzigen Größe neu errichten ließ und noch viele Gebäude im Ort. Er war es auch, der viele Straßen mit Linden bepflanzen ließ. Seit 1788 war das Rittergut im Besitz der Familie Küstner.

Heute wird der Ort geprägt durch die Gutsanlage mit Schloss, Schlossteich und   Kirche. Im Gutshof befindet sich ein Erlebnisbienenhof mit einem Imkereimuseum, der größten Bienenwachskerze und einer Pension. Die Dorfmühle ist eine ehemalige Wassermühle und leider nicht mehr in Betrieb.

Im Gemeindeamt gleich neben der Kirche ist eine Informationsstelle untergebracht. Auf dem Gelände dahinter befinden sich die neue Kindertagesstätte, das Feuerwehrgerätehaus und ein Vereinsheim. Auf Anfragen kann hier die Heimatstube besichtigt werden. Ein großes Wandgemälde ziert das neue Feuerwehrgerätehaus.